Weitere Veröffentlichungen des Vereins für Sozialgeschichte

Finanzierung und Förderung

Die Publikationen des Vereins für Sozialgeschichte werden mit Hilfe den Mitgliedsbeiträgen und externen Zuschüssen finanziert. Eine große Zahl von Mainzer Geschichtsblättern und Sonderheften wurde aus Haushaltsmitteln der Stadt Mainz unterstützt.

Bereits erschienen:

- Leuchte des Exils. (Zeugnisse jüdischen Lebens in Mainz und Bingen 1)
- Warmaisa-Klein-Jerusalem am Rhein (Zeugnisse jüdischen Lebens in Worms 3)
- "Schreie auf Papier". Die Briefe von Heinrich und Selma Wolff aus Mainz an ihre Söhne Herbert und Helmut in New York 1937-1941 (4)
"Mögen diese Pflöcke niemals herausgerissen werden" Kehillah Schpira (Zeugnisse jüdischen Lebens in Speyer 5)
- Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland (Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte 1)
- Hoher Besuch und starke Worte – Zwei Jahrhunderte politischer Reden auf dem Hambacher Schloss (Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte 2)

Leuchte des Exils. Zeugnisse jüdischen Lebens in Mainz und Bingen, Band 1

Hans Berkessel, Hedwig Brüchert, Wolfgang Dobras, Ralph Erbar, Frank Teske (Hrsg.): Leuchte des Exils. Zeugnisse jüdischen Lebens in Mainz und Bingen (Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz 1), 176 Seiten, 101 Abbildungen, 17,90 €, ISBN: 978-3-945751-69-5.

[Bild: NA-Verlag]

Jüdisches Leben in einer SchuM-Stadt: 
Sie waren von zentraler Bedeutung für die jüdischen Gemeinden in Mitteleuropa am Beginn des 13. Jhs., denn sie gelten als Geburtsstätte der aschkenasischen religiösen Kultur – die SchuM-Städte Speyer, Mainz und Worms. Ihr gemeinsamer Antrag auf Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes war ein Grund zur kommentierten Dokumentation der Quellen und Materialien der SchuM-Stadt Mainz in diesem Band. Das Material reicht von der erstmaligen Erwähnung jüdischer Ansiedlung im 9. Jh. bis zum Umgang mit der jüdischen Geschichte in der Nachkriegszeit. Die Quellen berichten von der kulturellen Blüte des Judentums, gelungener Integration und Akkulturation ebenso wie von den Erfahrungen von Leid, Verfolgung und Vernichtung. Diese Bandbreite der Quellen ist von großem fachwissenschaftlichem Wert und beleuchtet den Facettenreichtum der jüdischen Geschichte in und um Mainz. Damit soll der herausragende Stellenwert des jüdischen Lebens für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt Mainz einer breiten interessierten Leserschaft verdeutlicht werden.

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Die Publikation ist Teil der neuen IGL-Reihe "Beiträge der Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz". Den Flyer zur Publikationsreihe erhalten Sie hier.

Warmaisa - Klein-Jerusalem am Rhein (Zeugnisse jüdischen Lebens in Worms, Band 3)

Hans Berkessel, Michael Matheus, Kai-Michael Sprenger (Hrsg.) in Verbindung mit dem Stadtarchiv Worms: Warmaisa - Klein-Jerusalem am Rhein. Zeugnisse jüdischen Lebens in Worms (Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz 3), 192 Seiten, 101 Abbildungen, mit beigefügter CD. 20,00€ , ISBN: 987-3-961760-53-4

[Bild: NA-Verlag]

Mit seinen zahlreichen bedeutenden baulichen Zeugnissen, wie z.B. dem jüdischen Friedhof „Heiliger Sand“ (der älteste jüdische Friedhof Europas), der Trauerhalle im Jugendstil, dem jüdischen Viertel mit Synagoge, Mikwe (Ritualbad) und dem Jüdischen Museum (Raschi-Haus) an historischer Stätte, stellt Worms einen herausragenden Erinnerungsort jüdischen Lebens aus zehn Jahrhunderten dar. In kaum einer anderen europäischen Stadt findet sich eine solche Dichte an Hinterlassenschaften jüdischer Geschichte und Tradition wie in „Warmaisa“, so der hebräische Name der Stadt Worms, einst auch „Klein-Jerusalem“ genannt.
Die historische Bedeutung jüdischen Lebens am Rhein für das Europa des Mittelalters und der Neuzeit findet ihren Ausdruck nicht zuletzt in dem Antrag der drei Städte Speyer, Mainz und Worms auf Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe. Die Bild- und Schriftzeugnisse reichen von der erstmaligen Erwähnung jüdischer Ansiedlung im 9. Jahrhundert bis zum Umgang mit der jüdischen Geschichte in der Nachkriegszeit. Die Quellen berichten von der kulturellen Blüte des Judentums und gelungener Integration und Akkulturation, ebenso wie von den Erfahrungen von Leid, Verfolgung und Vernichtung. Diese Bandbreite der Quellen beleuchtet den Facettenreichtum der jüdischen Geschichte in und um Worms und zeigt den herausragenden Stellenwert jüdischer Kultur für die gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Stadt. Ergänzt mit über 100 Abbildungen spricht der Band nicht nur die interessierte Leserschaft an, sondern eignet sich didaktisch aufbereitet hervorragend für den Schulunterricht.

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Die Publikation ist Teil der neuen IGL-Reihe "Beiträge der Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz"Den Flyer zur Publikationsreihe erhalten Sie hier.

"Schreie auf Papier". Die Briefe von Heinrich und Selma Wolff aus Mainz an ihre Söhne Herbert und Helmut in New York 1937-1941 (Band 4)

Hans Berkessel, Nina Gallion und Kai-Michael Sprenger (Hrsgg.): „Schreie auf Papier.“ Die Briefe von Heinrich und Selma Wolff aus Mainz an ihre Söhne Herbert und Helmut in New York 1937-1941 (Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz Band 4), 280 Seiten. 60 Abbildungen, NA-Verlag Juni 2021
25,00 €, ISBN: 978 3 96176 139 5

[Bild: NA-Verlag]

„Nun werden wir feste an unserer Auswanderersache arbeiten, in der Hoffnung, unser Ziel zu erreichen.“ (Brief vom 5. Mai 1941)

Diese Zeile stammt aus einem der letzten von zahlreichen über Jahre, meist wöchentlich mit den Kindern in den USA ausgetauschten Briefen von Selma und Heinrich Wolff. Der nahezu komplett erhaltene Briefwechsel dokumentiert den Niedergang einer rheinhessischen jüdischen Familie bis hin zur Deportation und Ermordung. Er stellt ein seltenes Zeitdokument dar, das authentische Einblicke in die letzten Lebensjahre einer jüdischen Familie im Holocaust gewährt.
Selma und Heinrich Wolff, eine alteingesessene jüdische Familie, die ihren Lebensunterhalt als angesehene Händler mit Wein und landwirtschaftlichen Produkten verdienten, mussten 1937 ihr Haus und später ihre Ländereien in Nackenheim/Rheinhessen verkaufen und nach Mainz in die Kaiserstraße umziehen. Sie führten mit ihren Söhnen Herbert und Helmut seit deren Emigration in die USA im April 1937 bzw. Juni 1938 einen regen Briefwechsel. Die nahezu vollständig überlieferten Briefe der Eltern an ihre Kinder verdeutlichen exemplarisch, wie sich die Lebensverhältnisse jüdischer Menschen in der Zeit der NS-Diktatur immer mehr verschlechterten. In den Briefen tritt das Alltagsleben zunehmend weiter zurück, und am Ende geht es nur noch um die Flucht ins rettende Ausland. Auch die Schicksale von Verwandten und Bekannten geraten in den Blick. Das vorliegende Buch stellt die vollständige Biografie der Familie Wolff vor und entreißt diese so dem Vergessen. Es gibt aber beispielhaft auch hundert- tausenden jüdischer Familien eine Stimme.

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Die Publikation ist Teil der neuen IGL-Reihe Beiträge der Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz.“ 

"Mögen diese Pflöcke niemals herausgerissen werden" Kehillah Schpira. Zeugnisse jüdischen Lebens in Speyer (Band 5)

Hans Berkessel, Nina Gallion, Kai-Michael Sprenger (Hrsgg.): "Mögen diese Pflöcke niemals herausgerissen werden" Kehillah Schpira. Zeugnisse jüdischen Lebens in Speyer (Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz Band 5), 192 Seiten, 101 Abbildungen, mit beigefügter CD, NA-Verlag August 2021.
20.00€, ISBN: 978 3 96176 140 1

Das geschlossene Ensemble des Judenhofs mit der Ruine der alten Synagoge (seit 1104 ältester jüdischer Kultbau des Mittelalters in Europa) und der mit romanischen Ornamenten verzierten Mikwe (seit 1126 ältestes jüdisches Ritualbad Mitteleuropas) bildete für fast 400 Jahre das religiöse, kulturelle, rechtliche und administrative Zentrum der jüdischen Bevölkerung in Speyer. Von Anfang an bestanden unter den Gelehrten und Führungsgruppen der drei Gemeinden Warmaisa, Magenza und Schpira enge persönliche und familiäre Beziehungen und ein reger Austausch. Dies führte um 1200 zur Bildung eines Gemeindebundes, der gleichlautende Rechtssatzungen für alle drei Gemeinden schuf, die für das gesamte aschkenasische Judentum Europas gültig waren. Wegen dieser herausragenden religiös-kulturellen Traditionen und der außergewöhnlichen Bedeutung der materiellen Überreste streben das Land Rheinland-Pfalz, die jüdischen Gemeinden und die Städte Worms, Mainz und Speyer die Anerkennung als UNESCO-Welterbestätte im Jahr 2021 an.

Das neue „Quellenlesebuch“, als fünfter Band der Reihe „Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz“, umfasst einen Zeitraum von fast 1000 Jahren jüdischen Lebens in Speyer. Die Bild- und Schriftzeugnisse reichen von 1084 bis zur Einweihung der neuen Synagoge Beit-Schalom im Jahr 2011. Die Quellen berichten von der kulturellen Blüte des Judentums und gelungener Integration und Akkulturation ebenso wie von den Erfahrungen von Leid, Verfolgung und Vernichtung.

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Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland (Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte Band 1)

Hans Berkessel, Michael Matheus, Kai-Michael Sprenger (Hrsgg.): Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland (Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte 1), 240 Seiten, 50 Abbildungen, 29,00 , ISBN 987-3-96176-072-5.

Am 23. Oktober 1792 kamen im Mainzer Schloss die „Freiheitsfreunde“ zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um einen „Jakobinerclub“ zu gründen. Sie nannten ihn „Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit“ und tagten im Kurfürstlichen Schloss. Es war der Beginn einer kurzen, aber bewegten neuen Zeit, die nach der Proklamation der Menschen- und Bürgerrechte mit der Ausrufung der Mainzer Republik am 18. März 1793 vom Balkon des Deutschhauses, dem heutigen Sitz des Landtags, ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

Was aber war diese Mainzer Republik? „Eine der Keimzellen der demokratischen Entwicklung in Deutschland?“ (Landtagspräsident Christoph Grimm); „Ein französischer Revolutionsexport und zugleich ein deutscher Demokratieversuch“? (so der Historiker Franz Dumont); war sie ausschließlich „ein ungeliebtes Besatzungskind“, gezeugt durch Gewalt und Zwang – wie manche noch immer meinen? oder doch – so der ZEIT-Autor Andreas Molitor – „Die erste Demokratie auf deutschem Boden.“ Oder war sie, wie der ehemalige Bundestagspräsident Lammert 2013 bei der Umbenennung des Deutschhaus-Platzes in „Platz der Mainzer Republik“ sagte, „ein radikal-demokratischer Versuch, in Mainz eine Republik zu gründen?“. Obwohl die Mainzer Republik nur neun Monate bestand, gilt sie als Wurzel der Demokratie in Deutschland, basierte sie doch auf dem ersten, nach demokratischen Grundsätzen zu Stande gekommenen Parlament der Deutschen Geschichte. Erstmals gesammelt in einem Band finden sich die neusten Erkenntnisse zu den Entstehungshintergründen der Mainzer Republik sowie zu Georg Forsters entscheidender Rolle dabei. Die Einflüsse der Französischen Revolution sowie deren Auswirkungen auf Mainz und Europa im Besonderen werden dargelegt. Wie stark die Auswirkungen dieser Zeit heute noch für die staatlich-parlamentarische Entwicklung Deutschlands sind, zeigt der Band in zahlreichen Aufsätzen. Er vereint damit in hervorragender Weise die Bilanz der bisherigen Forschungsergebnisse und verweist zugleich auf neue Perspektiven der Betrachtung.

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Die Publikation ist Teil der neuen IGL-Reihe "Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte".

Hoher Besuch und starke Worte – Zwei Jahrhunderte politischer Reden auf dem Hambacher Schloss

Sara Anil, Hans Berkessel, Kai-Michael Sprenger, Sarah Traub (Bearb.): Hoher Besuch und starke Worte – Zwei Jahrhunderte politischer Reden auf dem Hambacher Schloss (Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte 2), 320 Seiten, 120 Abbildungen, NA-Verlag 2021
€ 29,00 (Rabatt für Mitglieder geplant), ISBN: 978-3-96176-126-5

[Bild: NA-Verlag]

Politischer Diskurs aus zwei Jahrhunderten
Am 27. Mai 1832 kamen auf dem Hambacher Schloss rund 30.000 Menschen zum Hambacher Fest zusammen. In glühenden Reden wurden bürgerliche Freiheiten und die deutsche Einheit gefordert, aber auch zu europäischer Solidarität und Völkerfreundschaft aufgerufen. Das Schloss ist bis heute Bühne und Begegnungsort. Die lange Liste berühmter Rednerinnen und Redner ist Zeugnis des erinnerungskulturellen Umgangs mit dem Hambacher Fest als Meilenstein der deutschen und europäischen Demokratiegeschichte.

Der Überblick über die politischen Reden auf dem Hambacher Schloss der vergangenen ca. zwei Jahrhunderte hebt nicht nur die Bedeutung dieses Erinnerungsortes für unsere Demokratie hervor; sie bietet zudem eine in der deutschen Geschichte nicht zu unterschätzende Bandbreite an politischer Kommunikation und politischen Ansichten. Dabei reflektieren die Reden auf besondere Weise den gesellschaftlichen Diskurs ihrer jeweiligen Zeit. Diese Anthologie verschiedener Reden auf dem Hambacher Schloss bekundet die besondere Bedeutung der politischen Rede für eine Vielzahl von Disziplinen und Fragstellungen innerhalb der Geschichts-, Politik-, Kultur-, und Gesellschaftswissenschaft.

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