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Aktuelle Meldungen

Vortragsreihe zur Mainzer Republik - Entfällt

In der am 1. Oktober eröffneten Ausstellung „Auf dem Weg zur modernen Demokratie – Die Mainzer Republik“ beleuchten das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. (IGL) und die Stiftung Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz die Geschichte der kurzlebigen Mainzer Republik, die anfängliche Begeisterung, den Verlauf und die Schwierigkeiten der Revolutions- und Freiheitsenthusiasten. Die Schau beschäftigt sich auch mit den Gründen für das Scheitern dieses ersten demokratischen Versuchs und den Folgen für die beteiligten Revolutionäre. Dabei werden die kontroversen Debatten über die Wahrnehmung und Bedeutung der Mainzer Republik in der deutschen sowie europäischen Demokratiegeschichte und Erinnerungskultur dargestellt. Die Geschichte der Freiheitsbäume als politisches Symbol der Revolution wird ebenfalls thematisiert.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar 2021 von Außen durch die großen Panoramafenster der Schule des Sehens, Jakob-Welder-Weg 18, zugänglich. Weitere Informationen erhalten Sie im Flyer.

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen mit dem Virus Covid-19 sowie dem Beherbergungsverbot unserer Referent*innen, muss die ausstellungsbegleitende Vortragsreihe im Oktober leider entfallen.

Audioguide „Auf den Spuren der Demokratie"

[Bild: HdE]

Zu einem einstündigen auditiven Rundgang lädt die Stiftung Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz ein. Der Audioguide „Auf den Spuren der Demokratie” führt über sechs Stationen in der Mainzer Innenstadt durch die wichtigsten Kapitel der städtischen Demokratiegeschichte.

Beginnend mit der Mainzer Republik 1793, über die Revolution von 1848 und die Zeit des Nationalsozialismus bis hin zum Wiederaufbau und der Schaffung des Landes Rheinland-Pfalz bietet der Audioguide einen Überblick über die historischen Entwicklungen in unserer Landeshauptstadt. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf den regionalen demokratischen Strömungen und deren Geschichte. Als zentraler Gedenkort der Landeshauptstadt Mainz für alle Opfer des Nationalsozialismus sowie als lokales Demokratiezentrum setzen wir uns für eine aktive Erinnerungskultur und lebendige Demokratie in gesellschaftlicher Vielfalt ein.

Der Stadtführer kann in gedruckter Form mit zusätzlichem Material im Buchhandel und nach der Öffnung des Haus des Erinnerns (HdE) auch wieder im HdE für 4,00€ gekauft werden. Der Stadtführer „Auf den Spuren der Demokratie durch Mainz“ wurde in Verbindung mit dem Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V. herausgegeben.

Der Audioguide ist auf der Website des Haus des Erinnerns kostenlos verfügbar.

Dauer des Rundgangs (Hörzeit): 67 Minuten
Länge des Gehwegs: knapp 3 Kilometer
Übersichtskarte mit den verschiedenen Stationen zur Orientierung
Bildmaterial zu den jeweiligen Stationen
Sprecher*innen: Cornelia Dold, Marius Göddert und Janika Schiffel

Digitaler Rundgang zum 75. Jubiläum des 8. Mai 1945

[Bild: Landeszentrale für politische Bildung Rlp; Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V.]

Was bedeutete die Befreiung vom Faschismus in Mainz? Wie gestaltete sich nach Ende des Krieges der Wiederaufbau der Stadt und der kulturellen und politischen Institutionen? Bei unserem digitalen Stadtrundgang "Auf den Spuren der Befreiung von Mainz" möchten wir mit Ihnen diesen Fragen auf den Grund gehen. 


Der Film entstand in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

„75 Jahre Kriegsende“

„Zerstört, besiegt, befreit – Mainz 1945“, so lautete der Titel einer Ausstellung des Mainzer Stadtarchivs, mit der im Jahre 2005 zum 60. Jahrestag an die Zerstörung der Stadt Mainz und das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert werden sollte. Nun 15. Jahre später zum 75. Jahrestag, zu einer Zeit also, in der nahezu alle Zeitzeugen verstorben sind, stellt sich die Aufgabe einer angemessenen Erinnerung den nächsten Generationen aufs neue, wenn auch auf andere Weise.

In diesen Tagen wird in Büchern, Zeitungen/Zeitschriften und im Fernsehen mit vielen Beiträgen insbesondere an die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges erinnert. In Mainz steht traditionell das Erinnern an den letzten großen Bombenangriff am 27. Februar 1945 im Zentrum, bei dem ca. 80 Prozent der Innenstadt völlig zerstört wurde und rund 1.200 Menschen den Tod fanden. Der 8. Mai 1945 als offizielles Datum der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht (wenige Tage nach dem Selbstmord des „Führers“ Adolf Hitler am 30. April) hat sich in Mainz weniger ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben, vielleicht weil für die Mainzer Bevölkerung der Krieg schon am 22. März mit dem Einmarsch der Amerikaner zu Ende war. Als Befreiung von der bedrückenden Herrschaft des verbrecherischen NS-Regimes, als Ende des mörderischen Krieges, mögen auch diejenigen das Kriegsende empfunden haben, die lange Zeit überzeugte Anhänger oder Mitläufer der NSDAP waren.

Markt (7), Kriegszerstörung 1942/45[Bild: ]

Wie schon anlässlich früherer Gedenktage besteht auch heute die Gefahr, dass dabei der Fokus allein auf die unter dem Bombenkrieg leidende deutsche Zivilbevölkerung der Mehrheitsgesellschaft gerichtet und das Leid sowohl der Bevölkerung der zuvor von Hitler-Deutschland überfallenen Länder, als auch der in Deutschland während des Krieges aus unterschiedlichen politischen und rassistischen Gründen verfolgten Minderheiten und z.B. der Zwangsarbeiter*innen ausgeblendet wird. Immer wieder versuchen insbesondere rechtsextremistische und rechtspopulistische Gruppierungen die Empathie für die deutschen (und Mainzer) Opfer des Bombenkriegs für ihre politischen Ziele zu missbrauchen. 

Es bleibt also wichtig, immer wieder auf den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Errichtung der NS-Diktatur und dem von Deutschland in den europäischen Nachbarländern begonnenen und dann nach Deutschland zurückkehrenden Krieg hinzuweisen.

Wir tun dies, indem wir hier auf eine gemeinsam vom Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V. und dem Stadtarchiv Mainz im Auftrag der Stadt Mainz herausgegebene Publikation hinweisen und daraus das Herausgeber-Vorwort und den Text des renommierten Jenaer Zeithistorikers Prof. Dr. Norbert Frei zur Verfügung stellen.

Hans Berkessel (Hrsg. im Auftrag der Stadt Mainz, des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V. und des Stadtarchivs Mainz): „Die Gegenwart der Vergangenheit“ – Dokumentation anlässlich des 60. Jahrestages der Zerstörung der Stadt Mainz und des Endes des Zweiten Weltkrieges: 27. Februar 2005 - 27. Februar 1945, Mainz 2005, 82 Seiten, ISBN: 1435-8026, Sonderpreis: 5,00 €.

Das Heft kann unter kontakt@sozialgeschichte-mainz.de bestellt oder über den Buchhandel bezogen werden.

 

Foto: Blick vom Dom auf die zerstörten Häuser der Innenstadt, besonders Markt, Schusterstraße und Umgebung, nach dem 27.02.1945. Bildmitte: St. Quintin, (c) Heinrich Doerr.

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SWR - Dokudrama "Unbekannte Helden-Widerstand im Südwesten"

Das 90-minütige Dokudrama "Unbekannte Helden- Widerstand im Südwesten"  zeigt in historischen Bildern, mit Augenzeugenberichten und Spielszenen wie mutige Menschen durch Widerstand gegen den Nationalsozialismus ihr Leben riskierten. Die Michaeltruppe,eine von Jugendlichen gegründete Widerstandsgruppe aus der Vulkaneifel ist Teil der filmischen Erzählung.

Joachim Henning vom Förderverein Mahnmal Koblenz setzt sich seit vielen Jahren für die Gedenkarbeit an die Opfer des Nationalsozialismus ein und forscht zur Michaelgruppe. Mit seinem Wissen unterstütze er die SWR-Produktion.

Am Sonntag, den 3. Mai um 20:15 Uhr wird der Film von Bernhard Stegmann und Samuel Ackermann im SWR Fernsehen ausgestrahlt und ist im Anschluss in der Mediathek verfügbar.

Weitere Informationen: 

Trailer "Unbekannte Helden - Widerstand im Südwesten"

SWR-Beitrag: "Joachim Hennig erinnert an die Michaelgruppe"

SWR2-Gespräch: Unbekannte Helden: Doku-Drama über NS-Widerstand im Südwesten