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Aktuelle Meldungen

Ausstellung „Blinde Flecken – Tatorte des Nationalsozialismus in der Mainzer Stadtgesellschaft“

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Im März 2021 wurde im LUX-Pavillon der Hochschule Mainz die Ausstellung „Blinde Flecken – Tatorte des Nationalsozialismus in der Mainzer Stadtgesellschaft“ gezeigt. Sie ist das Ergebnis eines langen Projektes, das auch der Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V. unterstützt hat. Im Sommersemester 2020 begannen 27 Student*innen des Faches Innenarchitektur unter szenografisch-performativen und architektonisch-räumlichen Aspekten an ehemaligen NS-Tatorten in Mainz zu forschen. Im Rahmen dieses Projektes entstanden außerordentliche Arbeiten, die neben der Ausstellung auch in einem Ausstellungskatalog präsentiert werden.

Diese Projekte geben Einblick in eine spannende Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Mainz und machen deutlich, dass es noch einige „blinde Flecken“ bei der Sichtbarmachung ehemaliger Tatorte gibt. Den eindrucksvollen Ausstellungskatalog, in dem auch Beiträge vom Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz zu den historischen Hintergründen der jeweiligen Orte zu lesen sind, können Sie für 36,00€ hier erwerben. Daneben erhalten Sie in einem YouTube-Video Einblick in die sechs von einer Jury prämierten studentischen Arbeiten.

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Das Jahr 2021 ist ein Festjahr für das jüdische Leben. Denn Jüdinnen*Juden leben nun nachweislich seit über 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands leben. Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin der Große ein Gesetz, dass besagte, dass Kölner Jüdinnen*Juden städtische Ämter in der Kurie bekleiden durften. So wird in diesem Festjahr auf 1700 Jahre Judentum in Deutschland und Rheinland-Pfalz zurückgeblickt. Zugleich aber auch mit einem Blick in die Zukunft, in die Vielfalt jüdischen Lebens verbunden.

Für diesen Rahmen erschien der Film „Verfolgt und umworben – Zweitausend Jahre jüdisches Erbe“ von Andreas Berg, auf den wir an dieser Stelle sehr gerne hinweisen. 

In Rheinland-Pfalz blickt man auf eine wechselvolle jüdische Vergangenheit zurück. Auf Epochen, die von kultureller Blüte und Akzeptanz jüdischen Lebens geprägt waren, folgten immer wieder Zeiten mit Verfolgung, mit Pogromen oder mit dem Untergang ganzer Gemeinden. Neben den großen SchUM-Städten Mainz, Worms und Speyer gab es auch in ländlichen Regionen wie im Hunsrück und in der Pfalz viele kleine jüdische Gemeinden und ein lebendiges Landjudentum. Der Film „Verfolgt und umworben – Zweitausend Jahre jüdisches Erbe“ beleuchtet die jüdische Geschichte im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz von den frühesten Spuren bis in die Gegenwart und fragt auch nach den Perspektiven der heutigen Gemeinden.

Hier geht es zum Trailer des Films und hier gelangen Sie zum kompletten Filmbeitrag in der Sendereihe „Bekannt im Leben“ beim SWR.
Das Programm zum Festjahr 2021 können Sie hier einsehen.

Audioguide „Ausgegrenzt, verfolgt, ermordet – Auf den Spuren des Nationalsozialismus”

[Bild: HdE]

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erschien im Januar unser neuer Audioguide „Ausgegrenzt, verfolgt, ermordet – Auf den Spuren des Nationalsozialismus“. Der auditive Rundgang führt an sechs Stationen durch die Mainzer Neustadt. Erfahren Sie mehr über die Verfolgungsgeschichte jüdischer Menschen in Mainz. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Lebenserinnerungen Gertrude Meyer-Jørgensens, die Sie auf dem Rundgang begleiten und anhand regionaler Beispiele die Verfolgungsmechanismen vor Ort verdeutlichen.

Wir laden Sie ein, sich auf einen informativen Rundgang durch die Mainzer Neustadt zu begeben. Ab sofort ist der Audioguide „Ausgegrenzt, verfolgt, ermordet – Auf den Spuren des Nationalsozialismus“ kostenlos online hier abrufbar. 

Stolpersteine in Mainz

Zum Gedenken an einzelne Opfer der nationalsozialistischen Diktatur wurden in den vergangenen Jahren bereits in vielen Städten, so auch in Mainz, Stolpersteine verlegt. Der Künstler Gunter Demnig rief dieses Projekt in den 1990er-Jahren ins Leben. Die mit einer Messingplatte versehenen Steine, in die Namen und Lebensdaten eingraviert sind, werden vor den letzten frei gewählten Wohnsitzen der Betroffenen ins Pflaster eingelassen und sollen die Vorübergehenden zum Innehalten und zum „Stolpern im Kopf und im Herzen“ bewegen. Das in sehr vielen deutschen Großstädten erfolgreiche und gut angenommene Stolperstein-Projekt stößt jedoch auch auf Kritik.

Der Verein für Sozialgeschichte Mainz e. V. hält die Verlegung von Stolpersteinen für eine angemessene und unterstützenswerte Art des Gedenkens. Gemeinsam mit dem Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz werden mit der Website https://stolpersteine-mainz.de einer interessierten Öffentlichkeit die Standorte der in Mainz verlegten Stolpersteine mitgeteilt, sowie fortlaufend die Biografien der Menschen dargestellt, für die in Mainz Stolpersteine verlegt wurden.

Stolpersteine Mainz auch auf Social Media

[Bild: HdE]

Nicht nur über die neue Stolperstein-Homepage kann man sich in Zukunft über die knapp 250 Gedenksteine informieren. Auch über Instagram und Twitter werden wir gemeinsam mit der Stiftung Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz die Erinnerungskultur im digitalen Raum stärken. Die Kanäle sollen nicht nur über das Stolpersteinprojekt und die aktuellen Forschungsergebnisse informieren, die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur soll auch im digitalen Raum wachgehalten werden.