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Aktuelle Veranstaltungen

Thematische Stadtrundgänge im Jahr 2019

Buchvorstellung: Der Welterkunder. Auf der Suche nach Georg Forster

Einladung zur Filmvorführung und Buchvorstellung mit Dr. Frank Vorpahl und anschließendem Gespräch

Der Weltumsegler, Schriftsteller, Aufklärer und Revolutionär Georg Forster ist der geheime, der verdrängte, der unterschlagene Klassiker der deutschen Literatur. „Der hellste Stern meiner Jugend … Durch ihn begann eine neue Ära wissenschaftlicher Reisen …“ Alexander von Humboldt über Georg Forster.

Georg Forster, 1754 im Nest Nassenhuben bei Danzig geboren, zählte gerade siebzehn Jahre, als er die Chance bekam mit seinem Vater James Cook auf seiner zweiten Weltreise zu begleiten. Die Eindrücke und Beobachtungen, die er in seiner „Reise um die Welt“ zusammenfasste, begründeten seinen Ruf als herausragender Naturforscher und brillanter Schriftsteller. Er pflegte regen Austausch mit Goethe, Herder und Wieland und sympathisierte mit den Idealen der Französischen Revolution, die er am Ende einer dreimonatigen Reise mit dem jungen Alexander von Humboldt in Paris aus unmittelbarer Nähe erlebte. Forster war einer der Gründer der ersten deutschen Republik in Mainz, ein überzeugter Jakobiner, der zum Deputierten in die Pariser Nationalversammlung gewählt wurde. In Deutschland vom Kerker bedroht, starb er 1794 vereinsamt und mittellos in Paris im Alter von nur 39 Jahren an den Folgen einer Tropenkrankheit.

Dr. Frank Vorpahl, Historiker und Journalist (ZDF aspekte) drehte zahlreiche Filme und schrieb mehrere Bücher über Forster, und ist Kurator der ersten gesamtdeutschen Georg-Forster-Dauerausstellung in der UNESCO-Welterbestätte Schloss Wörlitz, die am 5. Mai eröffnet wird.

Termin: Freitag, 24. Mai 2019, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz, Flachsmarktstraße 36

Buchvorstellung: Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland

Einladung zur Buchvorstellung

Erster Demokratieversuch auf deutschem Boden Am 23. Oktober 1792 kamen im Mainzer Schloss die „Freiheitsfreunde“ zu ihrer ersten Sitzung zusammen, um einen „Jakobinerclub“ zu gründen. Sie nannten ihn „Gesellschaft der Freunde der Freiheit und Gleichheit“ und tagten im Kurfürstlichen Schloss. Es war der Beginn einer kurzen, aber bewegten neuen Zeit, die nach der Proklamation der Menschen- und Bürgerrechte mit der Ausrufung der Mainzer Republik am 18. März 1793 vom Balkon des Deutschhauses, dem heutigen Sitz des Landtags, ihren vorläufigen Höhepunkt fand>

Was aber war diese Mainzer Republik? „Eine der Keimzellen der demokratischen Entwicklung in Deutschland?“ (Landtagspräsident Christoph Grimm); „Ein französischer Revolutionsexport und zugleich ein deutscher Demokratieversuch“? (so der Historiker Franz Dumont); war sie ausschließlich „ein ungeliebtes Besatzungskind“, gezeugt durch Gewalt und Zwang - wie manche noch immer meinen? oder doch – so der ZEIT-Autor Andreas Molitor - „Die erste Demokratie auf deutschem Boden.“ Oder war sie, wie der ehemalige Bundestagspräsident Lammert 2013 bei der Umbenennung des Deutschhaus-Platzes in „Platz der Mainzer Republik“ sagte, „ein radikal-demokratischer Versuch, in Mainz eine Republik zu gründen?“.

Obwohl die Mainzer Republik nur vier Monate bestand, gilt sie als Wurzel der Demokratie in Deutschland, basierte sie doch auf dem ersten, nach demokratischen Grundsätzen zu Stande gekommenen Parlament der Deutschen Geschichte..

Erstmals gesammelt in einem Band finden sich die neusten Erkenntnisse zu den Entstehungshintergründen der Mainzer Republik sowie zu Georg Forsters entscheidender Rolle dabei. Die Einflüsse der Französischen Revolution sowie deren Auswirkungen auf Mainz und Europa im Besonderen werden dargelegt. Wie stark die Auswirkungen dieser Zeit heute noch für die staatlich-parlamentarische Entwicklung Deutschlands sind, zeigt der Band in zahlreichen Aufsätzen. Er vereint damit in hervorragender Weise die Bilanz der bisherigen Forschungsergebnisse und verweist zugleich auf neue Perspektiven der Betrachtung.

Termin: Freitag, 18. Juni 2019, 17.00 Uhr

Veranstaltungsort: Plenarsaal des Landtages Rheinland-Pfalz

Hans Berkessel, Michael Matheus, Kai-Michael Sprenger (Hrsg.). Die Mainzer Republik und ihre Bedeutung für die parlamentarische Demokratie in Deutschland. Beiträge zur Demokratiegeschichte Band 1, herausgegeben vom Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V.

Kontaktaufnahme: Rundgänge

Bitte richten Sie Fragen zu den Rundgängen oder Buchungswünsche für einen individuellen Termin an diese E-Mail-Adresse des Vereins für Sozialgeschichte.