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Aktuelle Veranstaltungen

Vortrag: Vergessene Opfer des NS-Terrorregimes – die sogenannten „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“

Vortrag von Prof. Dr. Frank Nonnenmacher, Frankfurt am Main mit anschließender Diskussion

In einer Doppelbiografie beschreibt Frank Nonnenmacher das Leben zweier Brüder: Sein Vater (Gustav) flog als Ju52-Pilot für Hitlers Luftwaffe und wurde später freischaffender Bildhauer in Worms. Dessen Bruder (Ernst) kam nach Verbüßung einer Strafhaft in die Konzentrationslager Flossenbürg und Sachsenhausen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung soll Ernsts Schicksal exemplarisch für die von den Nazis „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ genannten KZ-Häftlinge stehen. Sie galten als „Ballastexistenzen“ und sollten „durch Arbeit vernichtet“ werden. Sie sind bis heute nicht als Opfer des Faschismus anerkannt.

Frank Nonnenmacher hat eine Initiative zur Anerkennung dieser bislang ignorierten Opfergruppe durch Beschluss des Deutschen Bundestages gegründet (www.change.org/vergessene-opfer.de), die u. a. von namhaften Abgeordneten aller Fraktionen als Erstunterzeichnende (außer der AfD) sowie von mehr als 12.000 Menschen unterschrieben worden ist. Frank Nonnenmacher wird vom aktuellen Stand der Diskussionen und den Erfolgsaussichten dieser Initiative berichten. Die Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Mainz sind zur anschließenden Diskussion eingeladen.

Frank Nonnenmacher: „Du hattest es besser als Ich“. Zwei Brüder im 20. Jahrhundert. Mit einer Widmung von Konstantin Wecker. VAS-Verlag Bad Homburg. 2015 (2. Aufl.)

Termin: Mittwoch, 31. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz, Flachsmarktstraße 36

Eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V., des Hauses des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz, des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e. V. und des Kulturamtes der Stadt Mainz.

Vortrag: Das Novemberpogrom in Mainz im Spiegel seiner strafrechtlichen Aufarbeitung

Vortrag von Dr. Tillmann Krach aus Anlass des 80. Jahrestages der sogenannten „Reichspogromnacht“ in Mainz

Im Mai 1948 und im Juni 1949 fanden vor dem Mainzer Landgericht zwei Prozesse gegen Personen statt, denen die Staatsanwaltschaft eine aktive Beteiligung an den Ausschreitungen am 10. November 1938 vorwarf. Angeklagt waren im einen Fall zwei ehemalige SS-Angehörige, die während der Nacht (gemeinsam mit Gleichgesinnten) Löscharbeiten in der brennenden Synagoge in der Hindenburgstraße verhindert haben sollen, im anderen Fall ein Studienrat des damaligen Adam-Karrillon-Gymnasiums, der tagsüber mit Schülern durch die Stadt gezogen war und dem man zur Last legte, diese zum Plündern und Zerstören angehalten und sich auch selbst entsprechend betätigt zu haben.  Der Vortrag rekonstruiert unter Verwendung der Verfahrensakten und mit Hilfe zahlreicher Bilder den Ablauf der Geschehnisse, beschäftigt sich aber auch mit den Protagonisten und versucht aufzuzeigen, wo Chancen und Defizite einer historischen Rekonstruktion mit den Mitteln des Straf(prozess)rechts liegen.

Termin: Dienstag, 6. November 2018, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort: Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz, Flachsmarktstraße 36

Eintritt frei, Spenden willkommen.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V., des Hauses des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz Mainz, des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e. V. und des Kulturamtes der Stadt Mainz.

Thematische Stadtrundgänge im Jahr 2018

Kontaktaufnahme: Rundgänge

Bitte richten Sie Fragen zu den Rundgängen oder Buchungswünsche für einen individuellen Termin an diese E-Mail-Adresse des Vereins für Sozialgeschichte.